Rostock, 27.08.2011
Norddeutsche Meisterschaften in Rostock
Am 27.08. startete Philip Thiele (M15) zum ersten Mal bei den Norddeutschen Meisterschaften. Diese fanden in diesem Jahr für seine Alterklasse in Rostock statt. Ein schönes Stadion, welches unter anderen Wetterbedingungen sicherlich noch netter gewirkt hätte. Regen und Windböen trübten Motivation und Vorfreude auf das Kommende. Aber man kann sich das Wetter nicht aussuchen, also hieß es für Philip Augen zu und durch.
Auf dem Tagesprogramm standen der 100m Sprint und der Weitsprung. Mit den 100m sollte es losgehen und nachdem Philip sich aufgewärmt hatte ging es 30 Minuten vor dem Start in den Callroom. Meines Erachtens nach ein zu lang gewählter Zeitraum, aber dies ist letztlich eine Entscheidung des Veranstalters.
Und dann war es so weit. Philip wurde mit den anderen Sprintern aus ganz Norddeutschland zum Start geführt. Bahnverteilung. Startblock richtig einstellen. Noch einen Ablauf. Dann war er bereit. Das Kommando kam, dann folgt der Schuss. Philip kam gut raus, Körperspannung war da, er konnte gut mithalten. Dann ging es auf die Ziegeraden und hier zeigte sich, dass die Krankheit der vorangegangenen Woche doch noch in den Knochen steckte. Philip brach die letzten 20m ein, rettete sich noch ins Ziel und lief trotz des Einbruchs immer noch eine 12,43! Eine starke Leistung, gar nicht weit weg von der eigenen Bestmarke.
Zunächst hieß es damit für Philip knapp am Halbfinale vorbei geschrammt zu sein. Es wurde dann jedoch recht schnell zur Gewissheit, dass er nachrücken und dann doch noch im Halbfinale an den Start gehen durfte. Er gehört somit zu den 16 schnellsten A-Schülern Norddeutschlands. Wirklich stark und eine tolle Leistung von Philip.
So ging es also in die nächste Runde, welche noch vor dem Weitsprung stattfinden würde. Wieder 30 Minuten Callroomzeit. Dann wurden die Sprinter ins Stadion geführt. Philip richtete sich ein. Die innere Anspannung war ihm anzusehen. Ungewiss was er nach dem letzten Lauf noch leisten konnte, ging es in den Startblock. Der Start erfolgte und Philip kam auch erst mal gut raus. Dieses Mal war jedoch von seiner Seite nicht mehr so viel entgegen zu setzen. Aber er kämpfte, gab alles, hielt zum Feld Kontakt. Am Ende kam er mit einer 12,64 ins Ziel, was in Anbetracht seiner körperlichen Verfassung wirklich aller Ehren wert und ein Zeugnis seines großartigen Kampfgeistes gewesen ist.
Danach hieß es mehr oder weniger direkt umschalten und zum Weitsprung. Kurze Regeneration, dann leichte Sprünge um die Muskulatur noch einmal zu aktivieren. Dann hieß es für die 27 Teilnehmer: Einmarsch ins Stadion. Philip maß den Anlauf aus, machte noch einige wenige Sprünge. Nur eine Anlaufkontrolle. Der passte. Kräfte sparen war jetzt die Devise. Im ersten Sprung passte Vieles, leider nur, wie so häufig in dieser Saison, nicht der Abdruck beim Absprungbalken. Kurze Anweisung, dann hieß es warten. Dann folgte der zweite Sprung. Der Absprung passte. Aber leider hatte Philip bei den 100m zu viel Kraft lassen müssen und das spiegelte sich auch letztlich in seiner Anlaufgeschwindigkeit wieder. 5,14 m konnte er sich letztlich gutschreiben. Beim 3. Sprung sah es ähnlich aus und Philip konnte sich auch nicht mehr wesentlich verbessern.
Alles in Allem hat Philip aber das Beste aus der Situation und seiner körperlichen Verfassung raus geholt und er kann wirklich stolz und zufrieden mit seiner tollen Leistung sein. Die ersten Norddeutschen Meisterschaften, gut gemacht Philip!!!
Keep on running & jumping
Hendrik