Spiel- und Spaßwochenende 2009 – Das Tagebuch

 

Freitag

Am 26.06. erlebt unsere Trainingsfreizeit ihre 5. Auflage und natürlich waren alle in freudiger Erwartung, was sie dieses Jahr bringen würde.

Um  15:45 Uhr trafen wir uns alle beim Vereinshaus um dann gemeinsam mit dem Bus zur Ferienanlage Schönhagen aufzubrechen. Dies sollte dieses Jahr unser Ziel sein, eine wesentliche Neuerung im Vergleich zu den Vorjahren.

Mit ein wenig Verspätung, aber dennoch voller Vorfreude auf das Kommende, brachen wir auf und erlebten eine unspektakuläre und reibungslose Anreise. Alle waren gut drauf und nutzten bereits schon im Bus die Gelegenheit Kontakte enger zu knüpfen und sich auszutauschen.

In Schönhagen angekommen galt es zunächst einmal das Gepäck zentral zu lagern und das Abendbrot in Empfang zu nehmen. Während dessen machten sich die Trainer daran die Zimmerverteilung vorzubereiten und nachdem sich alle gestärkt hatten, hieß es: EINZUG!!!

Dies verlief auch ohne große Probleme, wenn gleich natürlich nicht jeder so mit der Zimmeraufteilung zufrieden war. Letztlich konnten sich aber alle damit arrangieren und der eine oder andere konnte, nachdem die Zimmer und Betten bezogen waren noch ein wenig Freizeit genießen.

Gegen 20 Uhr trafen sich dann alle im Aufenthaltsraum. Es galt eine unserer Athletinnen zu feiern, denn Anna-Katharina feierte an diesem Tag ihren Geburtstag und gemeinsam gratulierten wir ihr herzlich mit einem Geburtstagslied, den besten Wünschen und dem einen oder anderen Geschenk. Natürlich fiel für alle Beteiligten auch noch Geburtstagskuchen in Form von Muffins ab, die Anna-Katharinas Mutter noch gebacken hatte. Vielen Dank an der Stelle. Gepaart mit weiteren Süßigkeiten ließ es sich eine Zeit lang im Aufenthaltsraum aushalten. Aber nach einer halben Stunde war kein halten mehr und so brachen wir alle gemeinsam zum Strand auf.

Natürlich glaubte manch eine unerschrockene Wasserrate noch an diesem Abend in die Fluten springen zu können, aber dazu war es definitiv zu kalt. So beließen wir es dabei, am Strand angekommen, lediglich die Füße zu baden und gemeinsam ein wenig Zeit zu verbringen. Ein wenig Beachvolleyball wurde auch gespielt, wobei der Wind diese Form der Beschäftigung doch ein wenig erschwerte.

Man muss wohl kaum erwähnen, dass manch einer die Definition von „Füße baden“ anders ausgelegt hatte als wir Trainer. Diverse nasse Hosen waren die folge. So wurden unsere Athleten je nach Durchnässungsgrad etappenweise wieder durch die Trainer zur Ferienanlage zurück geführt. Man sollte hier allerdings erwähnen, dass dies im Wesentlichen unsere jüngeren Teilnehmer betraf. Unsere doch dieses Mal zahlreich angetretenen Jugendlichen hatten sich natürlich super im Griff.  J

Wieder in der Ferienanlage angekommen hieß es dann auch bald sich auf die Zimmer zu begeben und die Nachtruhe einzuläuten. Hier kristallisierte sich in dieser und in der darauf folgenden Nacht doch ein Zimmer heraus, das länger brauchte um zu verstehen, was der Begriff „Nachtruhe“ tatsächlich zu bedeuten hatte. In der zweiten Nacht mussten dann deutlicher Worte fallen, aber dass sollte auch das einzig Unangenehme bei dieser Trainingsfreizeit bleiben. Letztlich schafften es am Freitagabend Alle das Land der Träume zu betreten.

 

Samstag

Am nächsten morgen trafen wir uns alle um 07:45 Uhr zum gemeinsamen Frühsport. Mit anderen Worten: Morgendliches Lauftraining. Manch einer mag jetzt denken: „ 07:45 Uhr, da dreh ich mich doch gerade zum ersten Mal um!?!“ Tja, war nichts mit umdrehen. AUFSTEHEN!!!!

Aber wer die letzten Jahre dabei gewesen ist, der war ganz andere Zeiten gewöhnt. 7 Uhr war da die Richtzeit, und aus den Federn bekommen haben wir letztlich jeden. So auch dieses Mal.

Komplett und pünktlich angetreten liefen wir los Richtung Strand und dann weiter an der Promenade längs. Zugegeben, die Strecke war nicht die Spannendste, aber sie erfüllte ihren Zweck. An einem geeigneten Fleckchen machten wir alle gemeinsam unsere Dehn- und Stabilisationsübungen, bevor wir alle gemeinsam den Rückzug antraten. Allerdings unter erschwerten Bedingungen, denn wir liefen direkt auf dem Strand zurück. Wer das schon mal gemacht hat weiß, wovon ich rede. ANSTRÄNGEND!!!

Dies hatte zur Folge, dass recht viele doch nach einiger Zeit das Einlaufen in Eingehen umwandelten. Dies war aber nicht weiter problematisch, letztlich schafften wir es alle rechtzeitig zum wohlverdienten Frühstück.

An dieser Stelle sollte schon erwähnt werden, dass das Buffet wirklich reichhaltig war. Ja, richtig gehört: Buffet! Die Versorgung war wirklich klasse, sogar an Obst wurde gedacht. Somit gingen unsere Athleten gut gestärkt in die nächste Runde.  Und die hatte es in sich. DIE RALLYE!!!

All denjenigen, die vom Spiel- und Spaßwochenende der Leichtathletik-Abteilung des SC Poppenbüttel noch nichts gehört haben sei gesagt, dass es sich um ein festes Ritual handelt, dass unsere Teilnehmer jedes Jahr vor neue Herausforderungen stellt und zur Verzweifelung treibt. Trotzdem glaube ich, dass es ihnen ins geheim doch immer wieder Spaß macht, ansonsten wären sie ja auch nicht jedes Jahr aufs neue wieder mit dabei. Um es kurz zu machen: Bei der Rallye geht es darum einen mehrseitigen Aufgaben-Katalog abzuarbeiten, wobei sowohl Verstand und Intelligenz, als auch körperliches Geschick und Schnelligkeit gefordert werden. Viele Aktionen, Rätsel, allgemeine Fragen und natürlich auch Fragen zur Leichtathletik sind die Inhalte.

Insgesamt 6 Gruppen kämpften um den Sieg. Wer am Ende die Nase vorn hatte, wird noch nicht verraten. Der nächste Tag kommt bestimmt. J

Nach diesem aufregenden Vormittag konnte sich alle erst einmal bei einem großen Teller Nudeln stärken. Danach konnten sie ein wenig ihr Freizeit genießen. Aber nur ein wenig, denn wir hatten für diesen Tag ein straffes Programm aufgestellt und als nächste große Herausforderung stand der 10-Kampf an.

10-KAMPF!?! Dem einen oder anderen fällt hier vielleicht etwas auf. Ich halte fest: Der 10-Kampf besteht aus 100m, Weitsprung, Kugel, Hoch, 400m, 110m Hürden, Diskus, Stabhochsprung, Speer und 1500m. ( Dies auch noch mal für alle Athleten, die sich bei der Frage während der Rallye etwas schwer getan haben J )

Um gleich die Gemüter ein wenig zu beruhigen: Wir haben die Disziplinen an der einen oder anderen Stelle etwas abgeschwächt, bzw. eine Variation eingebaut. Was nicht heißen soll, dass wir nicht viel abverlangt hätten. Unsere Athleten haben wirklich großartige Leistungen erbracht und Kämpferherz bewiesen. Wir durften aber noch mehr beobachten. Wie sich die Athleten gegenseitig angefeuert und unterstützt haben war beispiellos und hat deutlich gezeigt, welch angenehme Atmosphäre in dieser Leichtathletikgemeinschaft vorherrscht.

Nachdem wir das große Final hinter uns gebracht hatten, in dem die ausgelosten Gruppen in einem Staffellauf gegeneinander antraten, der insgesamt über eine Distanz von 1500m ging, durften dann alle endlich noch mal an den Strand. Die Meisten ließen es sich auch nicht nehmen tatsächlich in die Fluten zu springen, obwohl die Sonne bereits einer Wolkendecke gewichen war. Lange hielten wir es allerdings nicht am Strand aus.

Es folgte noch das gemeinsame abendliche Grillen, wobei wir auch wieder reichhaltig mit Würstchen und anderen Grillutensilien versorgt wurden. Danach war für den Rest des Abends Freizeit angesagt und alle nutzen die vielseitigen Möglichkeiten sich noch mal sportlich zu betätigen, sei es mit Volleyball, Basketball, Tischtennis oder anderen Sportarten. Um 10 Uhr hieß es dann Zapfenstreich, auch wenn unsere Älteren noch ein kleines Zugeständnis bekamen. J Der Tag war lang genug gewesen und der nächste Tag sollte ja noch die eine oder andere Aktion bereit halten.

 

Sonntag  

Auch diesen Morgen galt wieder das Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Die Meisten schafften auch den Sprung aus dem Bett und den Weg zu unserem Treffpunkt um unser gemeinsames Lauftraining zu absolvieren. Nur ein kleines widerspenstiges Dorf, äh Mädchenzimmer hört nicht auf der Trainerschaft Widerstand zu leisten. Doch auch sie mussten irgendwann aufgeben und sich unserem Willen beugen, sodass wir mit ein wenig Verspätung unseren Frühsport beginnen konnten. Dieser bestand dieses Mal im Übrigen aus weniger Laufen und dafür mehr Kräftigungsübungen am strandeigenen Spielplatz.

Nach unserer Rückkehr konnten alle erst einmal wieder ein reichhaltiges Frühstück genießen. Danach galt es die Zimmer zu räumen und das verlief bis auf einige wenige Ausnahmen doch recht unproblematisch.

Dann sollte es noch einmal an den Strand gehen. Vorher mussten jedoch noch einige Ergebnisse des Vortages präsentiert werden. So ist hervorzuheben, dass bei der Rallye alle sehr gut abgeschnitten hatten und nicht weit von einander entfernt waren. Umso erstaunlicher war es, dass wir in diesem Jahr einen Doppelsieg ehren durften. Für mich auch ein Zeichen dafür, dass die Trainer bei der Gestaltung der Gruppen ein gutes Händchen bewiesen hatten. Anders beim 10-Kampf. Hier hatten wir das Los entscheiden lassen und so hatten sich eine schlagkräftige Truppe herauskristallisiert, gegen die die anderen Gruppen mehr oder minder chancenlos waren. Aber im Wesentlichen zählte hier natürlich der Spaßfaktor, und der kam wohl bei niemandem zu kurz.

Nachdem wir diese kleine Formalität noch erledigt hatten, ging es dann noch einmal zum Strand. Hier wurden viele kleine Spiele gemeinsam zelebriert. Sei es der Versuch ein Band mit Stift, der von der Hüfte herab hängt in einer Flasche zu versenken, mit einem Schwungtuch kreativ zu werden, eine kleine Wasserbombenschlacht anzuzetteln, Fußball oder sogar American Football zu spielen ( harmlose Variante ), es war auf jeden Fall für jeden was dabei. Der eine oder andere verirrte sich auch noch mal ins Wasser, wenn gleich das Wetter nicht so mitspielte, wie es wünschenswert gewesen wäre.

Gegen Mittag brachen wir dann wieder auf um unsere letzte Mahlzeit in der Ferienanlage Schönhagen zu uns zu nehmen.

Eine Stunde vor Abfahrt trafen wir uns dann noch mal alle um gemeinsam Brennball auf der Wiese zu spielen. Ein großes Spektakel, welches noch mal deutlich aufzeigte, welch tolles Gemeinschaftsgefühl zwischen allen vorherrscht und durch diese Ausfahrt gewachsen ist.

Um 15 Uhr hieß es dann Abschied nehmen von der Ferienanlage Schönhagen, die wirklich wieder zu empfehlen ist und uns alles geboten hat, was ein Sportlerherz begehrt.

Es war schön zu sehen, dass viele noch die Rückfahrt nutzen um sich auszutauschen und zu unterhalten. Die wenigsten schliefen, alle waren irgendwie noch aufgewühlt. An einigen Stellen wurden sogar Mail-Adressen ausgetauscht um nach der Ausfahrt enger in Kontakt zu bleiben. Es war schön zu sehen, wie aus Trainingskollegen Freunde wurden. Mehr kann man sich bei einer solchen Ausfahrt nicht wünschen.

Es gab zu dem noch ein kleines Highlight bei dieser Rückfahrt. So wurden Pia und Fenja zu Helden des Tages, da sie im Bus eine Geldbörse fanden, deren Inhalt für den Besitzer immens wichtig war. Toll ihr Beiden!!! Eure Ehrlichkeit ehrt euch und man kann dies gar nicht oft genug lobend erwähnen.  

Leicht verfrüht trafen wir dann an dem Punkt ein, den wir vor wenigen Tagen in freudiger Erwartung verlassen hatten. Diese wurden, so hoffe ich, bei kaum einem enttäuscht. Für uns Trainer war es auf jeden Fall wieder ein Highlight. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht mit euch Athleten diese Zeit zu verbringen und das Feedback, welches mich bisher erreicht hat bestätigt, dass ihr genau so viel Spaß hattet.

Lobend heraus heben möchte ich auch noch mal unsere älteren Athleten, die als Gruppenführer wirklich toll agiert haben, ein tolles Verhalten an den Tag gelegt haben und unglaublich führsorglich mit den Jüngeren umgegangen sind. Ihr seid großartig, behaltet euren Weg bei.

Stellvertretend für alle Betreuer bedanke ich mich auch bei den Eltern für das Empfangsgeschenk bei der Rückkehr. Das wäre wirklich nicht notwendig gewesen. Wir tun das gerne und letztlich kommt unser eigener Spaßfaktor auch nicht zu kurz. J

Zu guter Letzt gilt mein Dank natürlich dem Betreuerteam, welches zum wiederholten Male ein tolles Wochenende auf die Beine gestellt hat und das Gemeinschaftsgefühl vorgelebt hat. Es gibt niemanden, mit dem ich dieses Wochenende lieber auf die Beine gestellt und verbracht hätte, als mit euch.

 

Keep on running

 

Euer Hendrik

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